Ausflug nach Bad Wildbad

am 02. Juli 2019

Ein ideales Reisewetter hatte der Verband bei seinem Ausflug nach Bad Wildbad erwischt. Auf der Hinfahrt gab Uwe Endlich der Seniorengruppe einen Überblick über die Geschichte von Bad Wildbad (bis 1990 Wildbad im Schwarzwald genannt) seit der ersten urkundlichen Erwähnung 1345 und über die Entwicklung als bedeutender Badeort mit seinen Thermalbädern und Kureinrichtungen seit dem 15. Jahrhundert. Neben Grafen, Herzögen und Königen von Württemberg in Laufe der Jahrhunderte gehörte auch der italienische Komponist Gioachino Rossini zu den Besuchern. Seit nunmehr 30 Jahren erinnert das Belcanto Opera Festival ROSSINI IN WILDBAD an die Epoche des Komponisten, der sich 1856 als Kurgast in Wildbad aufhielt.

In Bad Wildbad angekommen, genossen die 41 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Hitzewelle der Tage davor die angenehmen Temperaturen, zumal sie sich viel im Freien aufhielten. Es ging auf den Sommerberg, ein beliebtes Ausflugsziel mit Blick auf Bad Wildbad. Das erste Highlight war dabei die Fahrt mit der Sommerbergbahn.Der Seniorenverband vor der Bergstation

Diese Bahn ist eine Standseilbahn, die von Bad Wildbad (420 müNN) mit einer Streckenlänge von 738 m einen Höhenunterschied von 291 m bis zur Bergstation überwindet. Bei einer Steigung von bis zu 53 Prozent wurde es manchem Teilnehmer etwas mulmig, hängt doch die Kabine an einem Drahtseil, das allerdings mit 40 mm Durchmesser gut bemessen ist. Die Standseilbahn gibt es schon seit 1908 und wurde ständig erneuert, seit 2011 ist die vierte Generation in Betrieb.

Aussichtsturm mit RutscheNach dem Abenteuer dieser Bergfahrt ging es zum eigentlichen Ziel, dem „Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm“. Und die Werbebroschüren hatten nicht zu viel versprochen: Wandern in 20 m Höhe auf sehr gut ausgebauten Holzwegen. Auf diesem 1250 m langen Pfad hat man einen spektakulären Blick aus außergewöhnlicher Perspektive über den Schwarzwald. Gewürzt wurde der Spaziergang durch kleine Abenteuer: man konnte bei einigen Stationen klettern, balancieren oder über den Abgrund laufen. Schlusspunkt und gleichzeitig ein besonderes architektonisches Meisterwerk ist ein aus Holz erbauter 40 m hoher Aussichtsturm mit einer durchgängig barrierefreien Rampe, die sich spiralförmig mit einer sanften Steigung nach oben zur Plattform windet. Alternativ zum Abstieg kann man eine Tunnelrutsche nutzen, die mit 55 m Länge zum Ausgang führt. Tatsächlich gab es Mutige, die sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließen.

Zurück zur Bergstation ging es über einen romantischen Waldweg mit einigen Aussichtspunkten. Die Sommerbergbahn wurde dann wieder zum Talfahrt genutzt. Überwältigt von den schönen Naturerlebnissen wurde die Heimreise angetreten. Zur Stärkung und gemütlichem Ausklang kehrte die muntere Gesellschaft im Landgasthof Adler Sickenhausen ein. Schön war es wieder, und die Seniorengruppe bedankte sich bei Franz Tesch für dessen Organisation dieses erlebnisreichen Ausflugs.

Ausflug nach Trochtelfingen

am 4. Juni 2019

Warum in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah. Das sagte sich der Seniorenverband des öffentlichen Dienstes bei seinem Abstecher nach Trochtelfingen, wo die stattliche Reisegruppe bereits vom Stadtführer Herr Klingenstein erwartet wurde. Stadtführung in TrochtelfingenAusgangspunkt der Stadtführung war das um 1450 erbaute Schloss des Grafen von Werdenberg, das heute die Grundschule nutzt. Bei prächtigstem Wetter gab Herr Klingenstein im Schatten des Schlosses einen Überblick über die wechselhafte Geschichte der Stadt, die nachweislich bereits von den Kelten besiedelt war. Beim anschließenden Rundgang durch den denkmalgeschützten Stadtkern war die Gruppe begeistert von der Anzahl der vielen Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Ein Großteil der alten Stadtbefestigung ist ebenfalls noch erhalten. Man konnte auch einen Blick in den gewaltigen ehemaligen Geschützturm – der Hohe Turm – werfen, in dessen Inneren heute eine Dohlenkolonie brütet.

Schön war, dass uns der heutige Eigentümer die Besichtigung einer alten Apotheke erlaubte. In der Pfarrkirche St. Martin, erbaut um 1200, waren etliche Statuen zu sehen, die früher in den 5 Kapellen des Ortes waren und heute ihren Platz in der Kirche gefunden haben. Bedeutend ist die Kirche durch Reste der spätmittelalterlichen Ausstattung. Sehr beeindruckend ist der gotische Chor mit den Gewölbefresken sowie ein großes Wandfresko, das das Jüngste Gericht darstellt und um 1480 entstanden ist, und das Grabmal Johanns von Werdenberg, 1465.

Mit einem Spaziergang entlang der Seckach ging es dann zum Albquell Bräuhaus, wo sich die Gruppe bei einem guten Mittagessen stärkte. Nachmittags stand die Besichtigung der Nudelfabrik Alb-Gold auf dem Programm. Das Unternehmen, dessen Ursprung auf einen Hühnerhof des Jahres 1965 zurückgeht, ist heute ein großer Betrieb mit 180 Mitarbeitern mit einer unglaublichen Angebotsvielfalt. Betriefsführung bei AlbgoldDavon konnte sich die Gruppe bei einer Betriebsführung überzeugen. Unter dem Motto „gläserne Produktion“ konnte man Einblicke in die Betriebsabläufe nehmen, wobei besonders der Prozess der Verarbeitung des Eis mit der dahinter stehenden Logistik beeindruckt. Von der Eieraufschlagmaschine, die täglich 180.000 Eier verarbeitet, bis zu den Bandstraßen der Nudeln mit anschließenden Verpackungsmaschinen – man konnte sich überall anschaulich informieren. Die uns begleitende und zur Seite stehende Führerin gab immer bereitwillig und bestens Auskünfte. Mit Wissen vollgepackt konnte die Gelegenheit zum Einkauf im großen und gut bestückten Verkaufsraum genutzt werden, bevor nach einem Imbiss die Heimreise angetreten wurde. Für die Organisation war dieses Mal Erhard Gaißer verantwortlich, dem ausdrücklich für den gelungenen Ausflug gedankt wurde.

Besuch des Dornier-Museums in Friedrichshafen und Fahrt mit dem Obstzügle des Hofs Neuhaus in Lippertsreute

am 07. Mai 2019

Was ist der Superlativ von Glück? Riesendusel! Tage vor der Fahrt: Regen, Kälte, Sauwetter – am Samstag, am Sonntag und am Montag. Und auch wieder am Mittwoch. Und zum Ausflug am Dienstag? Warmer Sonnenschein glänzte über eine frisch gewaschene Landschaft!. Perfektes Reisewetter – vor allem wenn es an den Bodensee geht. Entsprechend gut gelaunt war unsere Gruppe schon bei der Abfahrt. Und das Picknick am Grillplatz vor der Galthütte auf der Alb war ein erster Höhepunkt. Bei Kaffee, Brezeln und Kuchen stiegen die Erwartungen an den Tag. Auf der Weiterfahrt begründete Erhard Gaißer, warum wir heute in Friedrichshafen nicht das traditionelle Zeppelinmuseum, sondern das technisch vielseitigere Dorniermuseum besuchten und erläuterte aus der Gegenwart den Plan einer Ausstellung zur RAF-Geschichte mit Ausstellung der „Landshut“, die in einem Hangar in der Nähe des Museums der Restaurierung harrt. Er ging auf die Finanzierungsprobleme dieses Vorhabens genauso ein wie auf die finanzielle Lage des Museums.

Im Foyer wurden wir bereits von zwei sachkundigen Führern erwartet, die es verstanden, Dorniermuseum Friedrichshafendie Geschichte der Luftfahrt von den Zeppelinen bis zu den Nachkriegsentwicklungen des genialen Flugingenieurs Claude Dornier lebendig werden zu lassen. Mit Hilfe liebevoll gestalteter Modelle bis zum Blick von der Galerie in die Flugzeughalle – die sogar ein Flugboot, den berühmten „Dornier Wal“ im Original beherbergt, erläuterten sie sehr anschaulich die Entwicklung der Luftfahrt. Eine Halle mit Exponaten zur Raumfahrt – auf Bildschirmen konnten Startplätze, Raketenart, Umlaufbahn und Zweck der einzelnen Satelliten verfolgt werden – zeigte eine moderne Variante der Luftfahrt. Die weiteren Exponate, z.B. zur Brennstoffzelle, zur Solarzelle und zu präzisen Mess- und Navigationsinstrumenten kamen fast zu kurz. Beeindruckt und begeistert von der Führung genossen wir anschließend unser Mittagessen im Museumsrestaurant DO X. Der Blick durch eine Glaswand auf die Start- und Landebahn des Flughafens FN war ein besonderer Leckerbissen. Und von der Rasenfläche hinter der Gartenwirtschaft konnte man die Start- und Landemanöver der Zeppeline beobachten, die das heutige herrliche Wetter zu ihren Rundflügen über den Bodensee nutzten.

Pünktlich um 15:00 Uhr rissen wir uns los und fuhren weiter, dem See entlang bis Überlingen-Lippertsreute zum Hof Neuhaus. Dort wollten wir uns die Probleme des Bodensee-Obstbaus anhören und ansehen. Und unsere Erwartungen wurden übertroffen. Herr Roth, der Besitzer des Hofs, erwartete uns bereits. Zwar eng, aber besser schlecht gefahren als gut gelaufen, quetschten wir uns in ein eigentlich für den Transport der Obstkisten bei der Ernte konzipiertes Zügle und fuhren los. Das grüne Tal hinter dem Hof ist ein Paradies. Störche, Weihen und andere große Vögel ließen uns ohne Scheu näherkommen. An interessanten Stellen bildete Herr Roth mit dem Zügle einen Kreis – so eine Art Wagenburg – und erläuterte von der Mitte aus Nöte und Sorgen der Obstbauern. Er veranschaulichte anhand der Pilaranlagen den Aufwand für Pflanzung und Installation der Hagelschutznetze und ging auf sich verändernde Kundenwünsche ( Sorten, Größe und Farbe der Äpfel) und die Notwendigkeit ein, diese Kundenwünsche bald zu erfüllen. Mit heiteren Ausführungen zu gesundheitlichem Nutzen, zu Bedeutung des Apfels von Adam und Eva bis zu seiner Erwähnung in den griechischen und germanischen Sagen und letztlich zum Verhältnis Mann und Frau begeisterte er seine Zuhörer. Die Zeit verging wie im Flug. In der umgebauten Scheuer freuten wir uns über ein zünftiges Vesper mit Most, Saft und Mineralwasser. Die Heimreise traten wir fröhlich, aber so spät an, dass die Lenkzeit des Fahrers nur bis Engstingen reichte. Die restliche Heimfahrt musste ein zweiter Fahrer übernehmen.

Tagesausflug nach Straßburg

am 2. April

Mit 42 Teilnehmern war der Bus zum Ausflug gut besetzt und bei prächtigem Wetter ging die Fahrt nach Straßburg. Wohl keine Stadt verbindet deutsche und französische Geschichte so wie diese Stadt. Das wurde während der Fahrt von Uwe Endlich mit einem Vortrag eindrucksvoll und informativ bestätigt.

Mit dem Boot auf der Ill

Gut informiert erreichte die Gruppe den Place de l´Étoile um von dort zum Straßburger Münster zu gehen. Diese imposante römisch-katholische Kirche aus dem 12/15ten Jh. gehört zu den bedeutendsten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte sowie zu den größten Sandsteinbauten der Welt. Sie hatte über Jahrhunderte hinweg mit 142 m den höchsten Kirchturm der Welt bevor ihr das Ulmer Münster Ende des 19ten Jh. mit 162 m den Rang ablief. Leider war die Kirche am Vormittag geschlossen, aber es gab auch von außen genug zu bewundern, bevor es zu einer Stadtführung einmal anderer Art ging.

Erkundet wurde die Stadt auf dem Wasserwege mit einem Schiff von Batorama. Der einstündige Trip auf der Ill war ausgeprochen entspannt und dank einer ausgezeichneten Übertragungstechnik mit guten Informationen sehr lehrreich. Vollgepackt mit neuem Wissen war nun die kulinarische Seite gefragt. Die wurde im Gasthaus „Au Brasseur“, einer der ersten Mikrobrasserien Straßburgs auf beste Art vermittelt. Flammkuchen sattEs gab Flammkuchen in allen möglichen Variationen mit frisch gebrautem Hausbier. Wussten Sie, dass Flammkuchen mit Sauerkraut auch lecker sein kann? Oder wer hat schon einen Kellner mit rd. 20 Kuchen jonglieren gesehen? Die Zeit verging in der geselligen Runde im Fluge. Danach folgte ein gemütlicher Spaziergang zum Bus, der wieder am Place de L´Étoile wartete. Einige nutzten dabei noch die Gelegenheit einen Blick ins Innere des Münsters zu werfen. Pünktlich fuhr man dann zum letzten Höhepunkt der Reise: dem Besuch des Europäischen Parlamentsgebäudes.

Auffallend bei diesem Gebäude ist die noch unfertige Architektur, diese soll daran erinnern, dass an Europa immer noch gebaut wird. Nach dem Sicherheitschecks, den die Teilnehmer anstandslos absolvierten, ging es durch das Louise Weiss Gebäude -einer riesigen runden Empfangshalle – zu dem interaktiven Ausstellungsbereich des Simone Veil Parlamentariums, wo an einzelnen Plätzen umfassende Informationsmöglichkeiten genutzt wurden. Platz nehmen konnte man dann in einem vor Technik strotzenden Raum an kreisrund platzierten Tischen und Stühlen zu einer 360° Filmpräsentation zur europäischen Geschichte. Diese Präsentation zeigte eindrucksvoll wie wichtig ein friedliches Europa ist. Die der Gruppe zugeteilte engagierte junge Führerin gab bei dem Besuch der Tribünen des mächtigen Plenarsaales einen Überblick über die Arbeit des Parlamentes. Die 751 Abgeordneten aus derzeit noch 28 Ländern tagen in der Regel zwölf Mal an mehreren Tagen im Jahr. Dabei stehen Ihnen Simultandolmetscher für 24 Sprachen zur Verfügung. Die Akustiktechnik ist so ausgelegt, dass von jedem Platz die Sprache ausgewählt werden kann.Vor dem Europäischen Parlament

Von den vielen Eindrücken fast überwältigt wurde die Heimreise angetreten. Franz Tesch hatte wieder einmal einen tollen Ausflug geplant und organisiert und erhielt dafür viel Lob und Beifall.

Nachmittagsausflug zum Schloss Solitude und auf den Killesberg

am 12. MärzDie Gruppe vor dem Schloss

Bei tiefblauem Himmel starteten die 35 Mitglieder und Freunde des Seniorenverbands zum ersten Ausflug in diesem Jahr. Nach den vergangenen grauen Tagen konnten viele das Glück nicht fassen. Mit dem Bus ging es über Vaihingen zu dem von Herzog Carl Eugen von Württemberg 1763 in Auftrag gegebenen Lustschloss. Mitten in den Wäldern auf einer Anhöhe im Westen Stuttgarts gelegen hat man heute wieder einen herrlichen Blick nach Norden entlang der Solitudeallee zum 13 km entfernten Residenzschloss in Ludwigsburg.

Für die Besichtigung des Hauptgebäudes hatte die Gruppe eine sehr kundige und engagierte Führerin durch die reichverzierten Prunkräume erwischt. Mit der Hohen Karlsschule förderte der Herzog Söhne aus angesehenen württembergischen Familien. Der berühmteste davon war FriedrichDer Aussichtsturm auf dem Killesberg Schiller, dessen Vater Johann Kaspar Schiller Hauptmann und herzoglicher Hofgärtner in dem Anwesen war. 1972-1983 hat das Land Baden-Württemberg die Gebäude einschließlich der Fresken und Deckengemälde renovieren lassen. Seit 1990 ist in den Nebengebäuden des Schlosses eine Akademie zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses untergebracht.

In den ungeheizten Räumen war es recht frisch, aber als die Gruppe wieder ins Freie kam, empfing sie ein unwirtlicher Aprilwind, der die Lust auf Kaffee und Kuchen weckte. Eilends ging es zum Bus und damit zum Killesberg, wo das Höhencafe schon auf uns wartete.

So gestärkt und aufgewärmt ließen es sich die meisten Teilnehmer nicht nehmen, noch die 174 Treppenstufen auf den 40 Meter hohen Aussichtsturm zu steigen. Oben war der Wind zwar noch strammer, aber dafür wurde man mit einem glasklaren Blick in alle Richtungen belohnt. Der Spazergang durch den Park und die anschließende Rückfahrt nach Reutlingen gab noch Gelegenheit über das Erlebte zu diskutieren. Den Abschluss gab es dann bei einem abendlichen Buffet in Rübgarten. Alle waren sich einig: Hansjörg Schäfer hatte wieder einen perfekten Tag organisiert.

 

Reisebericht ALASKA im Treffpunkt für Ältere

Vortrag von Peter Beck am 4. Feb. 2019Peter Beck

Nach der Begrüßung der 25 Seniorinnen und Senioren, darunter einige neue Gesichter, zur Auftaktveranstaltung im Neuen Jahr und dem Dank an das Kaffeeteam Fr. Rieg und Fr. Hofmann begann der Programmpunkt ALASKA, der im Rundschreiben 1/2019 wie folgt angekündigt wurde:

Alaska, Sehnsuchtsland für alle, die dem Norden erlegen sind. Aber für die Meisten unerreichbar weit und anstrengend zu besuchen. Herr Beck hat das Land bereist und begeisternde Lichtbilder mitgebracht. Er wird uns mit seinem Vortrag an seinen Erlebnissen teilhaben lassen.

Herr Beck hat die Teilnehmer/innen mit schönen, anschaulichen Dias und viel Informationen zur Geschichte, zu der Schönheit von Land und Landschaft, Fauna und Flora, den Nationalparks, zu den Bewohnern, deren Kultur und Lebensweise eindrucksvoll seine drei Reisen dorthin miterleben lassen.

Alaska, nordwestlich von Kanada, ist der größte (1,7 Millionen km²) und am dünnsten besiedelte (rund 740.000 Einwohner) US-Bundesstaat, der 1959 als 49. Staat aufgenommen wurde (Hawaii im gleichen Jahr als 50.). Die Hauptstadt ist Juneau und nicht Anchorage oder Fairbanks, wie man vielleicht vermuten würde. Es gibt de jure keine Amtssprache, de facto werden Englisch, Französisch und 20 indigene amerikanische Sprachen gesprochen.

Alaska war der erste Teil des amerikanischen Kontinents, der von Menschen besiedelt wurde. Aus Sibirien kommend, erreichten die ersten Nomaden die Gegend vermutlich bereits vor etwa 36.000 Jahren über die damals noch bestehende Beringia, eine Landbrücke zwischen Asien und Nordamerika. Bis etwa 18.000 v. Chr. sollen genetische Kontakte nach Sibirien bestanden haben. Um diese Zeit spaltete sich die amerikanische Population endgültig von der asiatischen ab. Von diesen Siedlern sollen Studien zufolge alle heutigen nord- und südamerikanischen Indianer abstammen. Erst mit dem Ende der Eiszeit hob sich der Meeresspiegel, und vor rund 10.000 Jahren wurden die beiden Kontinente durch die heutige Beringstraße getrennt. Aus diesen ersten Menschen in der Region bildeten sich die heutigen Stämme der Ureinwohner (Inuit), tausende von Jahren vor der Besiedelung durch die Europäer.

Uwe Endlich bedankt sich bei Peter BeckUwe Endlich bedankt sich bei Peter Beck für den VortragDer erste Europäer, der Alaska um 1650 sichtete, war möglicherweise der russische Entdecker Semjon Deschnjow, ab 1745 erkundeten die Russen ihre spätere Kolonie Russisch-Amerika. Alaska war für die aufstrebende Weltmacht Russland die einzige Übersee-Kolonie, die aber kaum rentabel und schwierig zu verwalten war. Da die Passage durch das Eismeer zu gefährlich war, führte der einzige Weg von der damaligen russischen Hauptstadt Sankt Petersburg quer östlich durch Russland über die Tschuktschensee und dauerte mehr als ein halbes Jahr.
Um die Staatskasse nach dem verlorenen Krimkrieg wieder aufzufüllen, stimmte Zar Alexander II. am 30. März 1867 dem Verkauf Alaskas für 7,2 Millionen Dollar (entspricht etwa einem heutigen Gegenwert von 120 Millionen Dollar) an die Vereinigten Staaten zu.

Herr Beck hat Teile des riesigen Landes per Mietwagen, Kleinflugzeug, per Schiff und zu Fuß bereist und erwandert, er erlebte so mit seiner Frau die Schönheit, Vielseitigkeit und auch Einsamkeit des Landes sowie die Gefahren, die vor allem durch Bären drohten. Er zeigte Bilder vom höchsten Berg Alaskas, dem 6190 m hohen Mount McKinley, der durch eine Entscheidung des damaligen US-Präsidenten B. Obama 2015 in den ursprünglichen indianischen Namen Denali umgewandelt wurde.

Mit stimmungsvoller Musik unterlegt, ließen wir die letzten Bilder eines gelungenen Vortrags zu Alaska auf uns wirken.

Tagesausflug in die Pfalz

am 4. September 2018Pause auf der Hinfahrt

Ein noch nie dagewesenes Interesse führte dazu, dass der Seniorenverband Reutlingen erstmals nicht alle Anmeldungen zu seiner Ausfahrt berücksichtigen konnte. Der Bus war mit 50 Teilnehmern einfach voll. Das Ziel war das Hambacher Schloss, das neben der Frankfurter Paulskirche als wichtigstes Symbol der deutschen Demokratiebewegung gilt.

Hambacher SchlossFranz Tesch hatte die Fahrt organisiert und Uwe Endlich nutzte die Hinfahrt, um bei den Teilnehmern den geschichtlichen Hintergrund des Hambacher Festes 1832 in Erinnerung zu rufen. Nach dem Ende der Napoleonischen Herr­schaft fiel die Rheinpfalz nach dem Wiener Kongress an das viel rückschrittlichere Königreich Bayern. Der Bevölkerung wurden die unter Napoleon gewährten Freiheiten wieder entzogen. Der Unmut gegnüber der bayrischen Obrigkeit wuchs. Und es gärte nicht nur in der Pfalz. Die Teilnehmer und Redner des Festes forderten die nationale Einheit Deutsch­lands sowie ein „conföderiertes republikanisches Eur­opa“, Presse-, Meinungs-, Versammlungsfreiheit, die Gleichberechtigung der Frauen. Seit im Mai 1832 zum ersten Mal die schwarz-rot-goldene Fahne auf dem Kastanienberg bei Neustadt wehte wird das Hambacher Schloss heute auch als Wiege der deutschen Demokratie sowie der europäischen Einigung bezeichnet.

IWeingutn dem inzwischen restaurierten Gebäude wurde eine wirklich sehenswerte Ausstellung zu der Geschichte und den damals geforderten Grundrechten untergebracht, von denen etliche fast wörtlich Eingang in unser heutiges Grundgesetz gefunden haben.

Nach der Führung durch das Schloss und noch erfüllt von den vielen Eindrücken begab sich die Gesellschaft zum Mittagesen nach St. Martin, das sich als eines der schönsten Dörfer Deutschlands bezeichnen darf. Mit dem historischen Ortskern – der übrigens unter Denkmalschutz steht – bietet der Ort eine Bilderbuchkulisse, die der „Luft-, Wein- und Kirschenkurort“ seit Jahrzehnten pflegt. Dies konnten die Teilnehmer allerdings erst nach dem deftigen Mahl in der Weinstube "Alter Gutshof" mit Pfälzer Saumagen, Leberknödel und Bratwurst und anderen Leckereien bei einem anschließenden Rundgang durch den Ortskern erfahren. Natürlich war dort bei herrlichem Wetter auch Gelegenheit sich in den kleinen Gartenwirtschaften noch einen Eisbecher oder Kaffee und Kuchen zu gönnen. Schließlich traf man sich noch zu einer Weinprobe der heimischen Gewächse, die den einen oder anderen noch zu einem Mitbringsel animierte.

Rundum zufrieden machte man sich dann auf die Heimfahrt, nicht ohne bei einer letzten Rast noch die restlichen Brezeln und den Kuchen zu verzehren.

 

Tagesausflug zur Brauerei Berg und zum Kloster Heiligkreuztal

Brauerei Bergam 3. Juli 2018

Erfreulich großen Anklang fand das Angebot des Seniorenverbands Öffentlicher Dienst zur Besichtigung der Brauerei in Ehingen-Berg und dem anschließenden Besuch der Klosteranlage in Heiligkreuztal. Franz Tesch konnte 28 Teilnehmer begrüßen. Ob das warme Wetter der letzten Tage die Aussicht auf reichlichen Biergenuss so verlockend gemacht hatte, ließ sich nicht klären.

Auf der Fahrt über die Alb wurde eine kurze Brezel-Pause eingelegt, bevor man die Brauerei Berg erreichte. Die Brauerei blickt inzwischen auf eine 550-jährige Geschichte zurück. Seit 1757 ist sie nun in 9. Generation im Familienbesitz. In ihrer Philosophie setzt die Brauerei auf handwerkliche Qualität und den Faktor Zeit, den ein aufwändiges Brauverfahren einfach braucht.

Unsere Führerin erwies sich als sehr fachkundig in allen Themen. Im früheren Brauhaus ist die Entwicklung der Braukunst anhand historischer Geräte und die Geschichte der Berg Brauerei sehr anschaulich mit entsprechenden Zeitangaben dargestellt. Nach der Besichtigung des Brauereigewölbes ging es treppab, treppauf ins Sudhaus, in dem die offene Obergärung stattfindet. In dem sich anschließenden Reifekeller konnten wir dann eine unfiltrierte Zwickelprobe direkt vom Reifetank verkosten. Nach der Schwüle im Sudhaus für viele ein willkommener Genuss.

Schließlich ging es in die Abfüllhalle in der der ganze Prozess von der Anlieferung des Leerguts, der Reinigung und Befüllung bis zur Kommissionierung sehr schön von oben zu verfolgen war. Dann war es auch schon Zeit für das vorbestellte Mittagessen in der Brauereigaststätte, zu dem jeder noch ein Freibier erhielt, das bekanntlich am besten schmeckt.

Die Gruppe vor dem St. Anna-MünsterNach dem leiblichen Wohl stand wieder die Kultur auf dem Programm. Die ehemalige Klosteranlage Heiligkreuztal ist heute zu einer Tagungsstätte des Bistums Rottenburg-Stuttgart ausgebaut. Das frührere Zisterzienserkloster aus dem 13. Jahrhundert ist immer noch für viele Besucher eine Entdeckung. Seine reiche Geschichte bis 1843, als letzten Frauen das Kloster verließen ebenso wie die noch erstaunlich gut erhaltenen und auch liebevoll Im Klosterhofrestaurierten Gebäudeteile - insbesondere das St. Anna-Münster - bieten so viel Interessantes und Sehenswertes, dass die Zeit mal wieder viel zu schnell verging.

Nach einem kleinen Vesper im Tagungshaus machten wir uns mit dem Gefühl, einen wirklich schönen Tag erlebt zu haben, auf den Heimweg. Franz Tesch bedankte sich bei Erhard Gaißer, der den Ausflug vorbereitet hatte, aber selbst nicht dabei sein konnte, für die Idee und die Vorbereitung.

 

 

Tagesausflug nach Schwäbisch Hall

am 5. Juni 2018

Altstadt Schwäbisch Hall

Unser Ausflug nach Schwäbisch Hall begann zwar bei herrlichem Wetter aber staubedingt etwas holperig. Dafür verwöhnte uns Inge Gaißer bei der Autobahnraststätte Wunnenstein wieder einmal mit Kaffee, Brezeln, Saft und Obst. In Schwäbisch Hall erwartete uns bereits der Stadtführer Joachim Völz. Mit ihm hatten wir ein gutes Los gezogen. Er ist ein ausgezeichneter Kenner der Stadtgeschichte und kann anschaulich und spannend erzählen. Gut war, dass er mit Rücksicht auf uns ältere Generation bei dem heißen Wetter in der mit vielen Gemälden ausgestattete romanisch-gotischen Kirche St. Michael die Stadtgeschichte und besonders die Zeit der Reformation erläuterte. Insbesondere ging er auf das Wirken von Johannes Brenz (1499 - 1570) ein, einem Weggefährten von Martin Luther und einer der wohl wichtigsten Personen in der Reformation. Die Stadt hat ihm sehr viel zu verdanken. So wurde bereits 1528 die Schulpflicht eingeführt und auch die Mädchen wurden nicht ausgeschlossen. Der aus der Schulpflicht resultierende Stand der Bildung hat sicher dazu verholfen, dass die Stadt vor Plünderungen und Brandschatzungen im Dreißigjährigen Krieg verschont blieb. Es gelang der Bürgern nämlich durch kluges Verhandeln immer Kompromisse zu erzielen. Brenz sorgte auch dafür, dass die Kirche St. Michael nicht dem Bildersturm zum Opfer fiel.
Ein kleiner Stadtrundgang führte über den Platz vor der Kirche, der von dem bekannten Freilichttheater genutzt wird. Die Proben zum neuen Stück Tell liefen gerade. Erhalten ist auch noch der Pranger, an dem früher die Übeltäter Buße tun mussten. Die prächtigen Renaissancehäuser geben der Altstadt ein besonderes Flair und die Wege laden zum Bummeln ein.

Die frühere Reichsstadt ist bekannt aus dem hier gewonnenen Salz. Daher kommt auch der Name Hall, wie auch heute umgangssprachlich die Stadt genannt wird. Bereits die Kelten haben vor 2500 Jahren die Salzquellen genutzt und regen Handel mit dem gesottenen Salz geführt. Für die Erhitzung des Salzes wurden Unmengen von Holz verbraucht und die Wälder abgeholzt. Der Boden wurde dabei instabil, was zu einem großen Erdrutsch führte und die gesamte Keltensiedlung auslöschte. Eintausend Jahre hat es dann gedauert, bis unter den Staufern wieder die Salzgewinnung aufgenommen wurde und sich die Saline zu einer der größten in Deutschland entwickelte. Erst mit der Erschließung von Salzstöcken ging die Ära der Salinen zu Ende. Heute wird das salzhaltige Wasser zum Betrieb der Solebäder genutzt.

Altstadt Schwäbisch HallZur Mittagspause waren wir auf der Dachterrasse des Sudhauses und konnten nicht nur das gute Essen sondern auch eine phantastische Aussicht auf die Stadt und die nahe gelegene Comburg genießen.

Der Nachmittag war zur freien Gestaltung vorgesehen. Die meisten nutzten die Gelegenheit, die Kunsthalle Würth zu besuchen, die aktuell neue Einblicke in die Sammlung Würth zeigt. Der Unternehmer Reinhold Würth, auch als „Schraubenkönig“ bezeichnet, ist der wohl größte Kunstsammler und Mäzen in Deutschland und macht in dem Kunstmuseum seine gesammelten Werke auch unentgeltlich der Öffentlichkeit zugänglich. Schon das Museum selbst ist ein architektonisches Kleinod. In der Ausstellung waren internationale Künstler mit zum Teil großformatigen Werken der letzten 60 Jahre vertreten.
Aber auch die Liebhaber von älteren Kunstwerken kamen nicht zu kurz und konnten in der zum Museum umgebauten Johanniterkirche die Werke alter Meister aus dem 15. Jahrhundert bewundern. Weltbekannt ist dabei die „Schutzmantelmadonna“ von Hans Holbein d.J. Das alles gehört ebenfalls zur Kunstsammlung Würth.

Nach dem Kunstgenuss ging´s wieder heimwärts mit einem Zwischenstopp im Gasthaus zum „Roten Ochsen“ beim Freilichtmuseum Wackershofen, wo wir uns in rustikaler Atmosphäre erneut stärken konnten. Unser Fahrer Felix brachte uns wieder routiniert und besonnen nach Hause. Allen hat es gefallen, was unseren Vorsitzenden Erhard Gaißer, der all das organisiert hatte, besonders freute.

 

Tagesausflug nach Rottweil

Besichtigung des Skulpturenparks Erich Hauser und Stadtführung

20180508 Hauser1Unser Ausflug am 8. Mai kombinierte wieder einmal Kunstgenuss und Bildung an einem Tag in Rottweil. Der Vormittag war geprägt von Erich Hauser, dem berühmten Stahlbildhauer (1930 – 2004). Sein Anwesen wird von der Kunststiftung Erich Hauser als Museum geführt.

Nach der Ankunft haben wir erst eine kleine Kaffeepause eingelegt, bevor uns die Leiterin der Stiftung, Frau Dr. Heiderose Langer, eine Einführung gab und uns das Atelier des Künstlers zeigte, in dem noch viele Entwürfe und Modells zu sehen sind. Neben der Verpflichtung, das künstlerische Erbe des Stifters zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat es sich die Kunststiftung zur Aufgabe gemacht, junge KünstlerInnen zu fördern. In der benachbarten Werkhalle war aktuell eine Ausstellung von Martina Geist, einer bekannten Holzschneiderin aus unserer Region zu sehen.

Das ehemalige Wohnhaus Erich Hausers aus „Stahl und Glas“, wurde von dem Stuttgarter Architekten Prof. Roland Ostertag entworfen und 1970 fertiggestellt. In diesem Gebäude ist die Kunstsammlung untergebracht. Direkt in unmittelbarer Nachbarschaft ließ Erich Hauser seine Wohnpyramide errichten, in der er bis zu seinem Tod 2004 lebte. Sie vermittelt in besonderer Weise die Lebensart und -einstellung des Künstlers. In dem umgebenden weitläufigen Skulpturenpark (30.000 qm) sind Exponate aus allen Phasen seiner Schaffenszeit ausgestellt.

20180508 RottweilNach dem Mittagessen in der "Altstadt Schänke" schloss sich eine Stadtführung an, zu der wir uns in zwei Gruppen aufteilten. Als älteste Stadt unseres Landes hat Rottweil eine sehr umfangreiche Geschichtsschreibung. Die römische Siedlung auf dem Stadtgebiet von Rottweil wurde im Jahre 73 n. Chr. von den Römern unter Kaiser Vespasian im Zuge des Baus der römischen Kinzigtalstraße gegründet. Das hochmittelalterliche Rottweil wurde in der Stauferzeit auf einem Felssporn oberhalb des Neckars etwa zwei Kilometer westlich der ehemaligen Römerstadt neu angelegt. Die Staufer errichteten die Stadt an ihrem heutigen Standort nach dem Zähringer Muster (Gliederung durch das Straßenkreuz in vier Teile). Aus dieser Zeit stammt der spätmittelalterliche Stadtkern mit seinen erkergeschmückten Bürgerhäusern, den geschmiedeten Stechschildern, die im 16. Jahrhundert vorgeschrieben waren, und den zahlreichen Rottweiler Kirchen. Der heutige Name der Stadt „Rottweil“ ist zunächst überliefert als Rote Will (rote Villa, im Jahre 771 Rotuvila) und leitet sich nicht aus dem antiken Namen Arae Flaviae ab.

Nach den sehr interessanten Ausführungen unserer beiden Stadtführer war es Zeit den Heimweg anzutreten und uns bei einem zünftigen Vesper zu stärken. Zufrieden mit einem erlebnisreichen Tag kamen die Senioren wieder in der Reutlinger Region an.

 

  LRA-RTLandratsamtsgebäude des Landkreises Reutlingen