Am Parkplatz zwischen Hölderlin-Kunstwerk und Hölderlinhaus traf sich die Gruppe des Regionalverbandes Ludwigsburg zu einer Erlebnisführung. Der Stadtführer Klaus Koch erläuterte an einer Karte die Gliederung der Stadt Lauffen, bestehend aus drei Teilbereichen Lauffen Dorf, Lauffen Stadt und dem Klosterhof.
Bekannt ist der Ort als die Geburtsstadt von Friedrich Hölderlin und als zweitgrößte Weinbaugemeinde Württembergs mit einer Rebfläche von 585 Hektar, überwiegend Rotwein. Besonders interessant ist das 2003 errichtete Hölderlin-Kunstwerk von dem Künstler Peter Lenk auf der Mitte eines Kreisverkehrs. Hier ist Hölderlin in einigen Lebensphasen mit weiteren Figuren dargestellt, die zum Dichter in Beziehung standen
Über den Klosterhof ging es dann am Hölderlin Denkmal vorbei zum Hölderlinhaus, das 2015 aus Privatbesitz erworben und als Museum mit angebautem Cafe renoviert und umgebaut wurde. Das Haus ist weitgehend so erhalten, wie es der Großvater 1750 vergrößern ließ. Die Ausstellung zeigt in verschiedenen Räumen wie sich Biografie und Dichtung von Hölderlin wechselseitig ergänzen.
In der Regiswindiskirche, dem nächsten Ziel der Führung, wurde der am 20. März 1770 in Lauffen geborene Dichter und Philosoph Hölderlin getauft. Sie entstand 1741/42 in Holzbauweise, danach wurde der erste Steinbau errichtet um die Gebeine der 1839 von ihrer Amme getöteten Grafentochter Regiswindis beizusetzen. Dem Neubau als mittelromanische Kirche (1050 bis 1150) folgte 1227 bis 1300 eine frühgotische, dreischiffige Basilika, die als Wallfahrtskirche im Mittelalter diente. Seit der Reformation ist sie evangelische Pfarrkirche. Nach einem Blick in die danebenliegende Regiswindiskapelle ging es weiter in das bekannte Cafe Schillerlocke, wo bei köstlichen Kuchen, Torten und Gebäck die gelungene Tour zu Ende ging.
Martin Schüle

