Wie kann bei kleinen und auch großen Missgeschicken geholfen werden? Dieser Frage ging der Seniorenverband BW Kreisverband Reutlingen nach und besuchte die Feuerwache Reutlingen. Hauptbrandmeister Härle nahm die über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Empfang.
Zentrale Anlaufstelle in Reutlingen ist die Berufsfeuerwehr. Die Wache ist rund um die Uhr besetzt. Je nach Schadensereignis wird von dort entschieden, ob oder welche der 13 Bezirke der freiwilligen Feuerwehr alarmiert werden, wobei der Bezirk Stadtmitte im Komplex der Berufsfeuerwehr untergebracht ist und sich dadurch Synergieeffekte ergeben. So beispielsweise durch gegenseitigen Austausch von Fahrzeugen und Geräten.
Die Führung begann bei der Anlage für die Reinigung und Trocknung der Schläuche. Die dafür angewandte Sorgfalt für Pflege und Prüfung auf Einsatzbereitschaft des Materials zog sich durch die ganze Besichtigungstour durch. Letztlich hängen ja auch Gesundheit und Leben der Feuerwehrleute von funktionierendem und einwandfreiem Material ab. Das beginnt schon bei der persönlichen Schutzkleidung für jeden einzelnen, die nach jedem Einsatz auf Schäden geprüft wird.
Besonders interessant sind natürlich die Fahrzeuge. Diese sind ständig betriebsbereit, d.h. die Akkus der Hilfsgeräte werden konstant geladen und der Luftdruck für die Bremsanlage erhalten. Auch hier wieder die penible Kontrolle der mitgeführten Geräte. Neben den „üblichen“ Löschfahrzeugen verfügt die Berufsfeuerwehr Reutlingen auch über ein Wasserrettungsfahrzeug. Besonders spektakulär sind die für den überregionalen Einsatz im gesamten Regierungsbezirk Tübingen vorgesehenen Großfahrzeuge, die in Reutlingen stationiert sind. Dazu gehören ein großer Hubsteiger und ein 70 Tonnen wiegender Schwerlastkran.
Während die Fahrzeuge besichtigt wurden, erlebten die Besucher überraschend einen echten kleinen Einsatz. Ein kleineres Fahrzeug, besetzt mit 2 Personen, dabei die einzige Feuerwehrfrau, rückte aus, weil in einer Wohnung Wasser ausgetreten war. Auch da hilft die Feuerwehr.
Nach über 2 Stunden war der Wissensdurst einigermaßen gestillt. Mit herzlichem Dankeschön und viel Applaus für die interessante Führung wurde der „Einsatz“ beendet.

