Der Seniorenverband vor der Glashütte in Buhlbach
Ausflug zum Nationalparkzentrum Ruhestein und Besuch der Glashütte Buhlbach

Der Seniorenverband Reutlingen ist zum letzten Tagesausflug vor der Sommerpause aufgebrochen. Von Pfullingen aus über Metzingen und Reutlingen ging es mit 21 Personen in den Nordschwarzwald zum Nationalparkzentrum Ruhestein und nach Buhlbach zur Besichtigung der ehemaligen Glasmanufaktur Böhringer.

Am Vormittag konnten im Nationalparkzentrum Ruhestein komplexe Zusammenhänge der Natur bestaunt werden. Das Werden und Vergehen, die Dauer eines Lebens -wie das einer Eintagsfliege oder einer Tanne- , die Geheimnisse der Kommunikation zwischen Bäumen, Pflanzen und anderen Lebewesen im Nationalpark und die spannende Welt tief unter der Erde sind dort anschaulich aufbereitet.

Nach dieser eindrucksvollen Besichtigung ging es zum Mittagessen und danach stand der Besuch der Glashütte Buhlbach an.

Die 1758 von dem Alpirsbacher Glasmacher J. H. Weisser gegründete Glashütte Buhlbach im Baiersbronner Ortsteil Obertal war einst die größte des Schwarzwaldes. Die Hütte florierte aber erst, als die Familie Böhringer sie übernahm. Bei Hofe knallten früher täglich die Champagner-Korken – und regelmäßig auch die Champagnerflaschen. Denn das Glas war dem Druck des hohen Kohlendioxidgehalts im Göttergetränk nicht gewachsen.

Die Erfindung der ersten druckresistenten Champagnerflasche mit nach innen gewölbtem Boden in Zusammenarbeit mit Georg Christian von Kessler (dem Gründer der Sektkellerei Kessler) revolutionierte die Produktion. Der „Buhlbacher Schlegel“ wurde zum Branchenstandard. Die Glashütte Buhlbach wurde weltberühmt. 2 Millionen mundgeblasene Flaschen gingen von hier jährlich in alle Welt.

Die Hochzeit der Glasbläserei ging 1909 zu Ende als die Befeuerung mit Holz durch die Kohle abgelöst wurde, deren Transport mit Fuhrwerken nicht mehr wirtschafltich war.

Nach einer Führung durch die ehemalige Glasmanufaktur Böhringer, gab es bei Kaffee und Kuchen noch eine geschichtliche Zeitreise mit musikalischen Einlagen von Liedern über das Entstehen und Vergehen der Glasmanufaktur.

Nach so viel Eindrücken und historischen Informationen, brach die Reutlinger Gruppe wieder zur Heimfahrt auf.