Die „Stadtführung im Sitzen“ durch Franz Romer beim Seniorenverband ÖD am 26. Mai 2026 im Gasthaus Schwanen war außerordentlich gut besucht.
Franz Romer, der kurz aus seiner Jugend und seiner Verbindung zu Ehingen berichtete, begann mit einem Rückblick auf die Geschichte von Ehingen, das erstmals im Jahr 961 als „Ehinga“ urkundlich erwähnt wurde. Er erklärte mit Hilfe von altem Kartenmaterial die historische Zweiteilung Ehingens in den ursprünglichen Siedlungskern, das Markdorf am Gänsberg und die Unterstadt an der Schmiech und die planmäßig angelegte Oberstadt, seit jeher der bevorzugte Wohn- und Verwaltungsbereich der Stadt.
Ein weiterer Punkt waren die Kirchen, die Schulen und das religiöse Leben in Ehingen, das über viele Jahrhunderte, bedingt durch die lange Zugehörigkeit zu Vorderösterreich, stark katholisch geprägt war. Viele Ehinger erinnerten sich noch daran, dass die Konfession im Schulalltag eine wichtige Rolle gespielt hatte. Die bedeutenden Schulgebäude, wie z.B. das ehemalige Benediktinerkolleg und spätere Konvikt, in dem Generationen von Schülern lebten und lernten, blieben nicht unerwähnt.
Viele wussten auch nicht, dass das ehemalige Franziskanerinnenkloster wie auch das alte Spital wegen des unstabilen Untergrundes auf Pfählen gebaut wurde.
Weitere bemerkenswerte Bauten, wie z.B. der Wolfert-Turm, ursprünglich errichtet als ein Denkmal für die heimgekehrten Krieger, das Hohe Haus, das um 1400 von den Herren von Stain zu Rechtenstein errichtet wurde, das Kriegerdenkmal am Groggensee, das Heilig-Geist-Spital, heute Museum und auch die ehemalige Holznagelfabrik von Johann Fischer waren Themen, die von einer bewegten Vergangenheit erzählten. Zum Abschluss seiner Ausführungen erwähnte Franz Romer, dass die im Nachlass des Fotographen Werner aufgetauchten alten Glasbilder noch gesichtet werden müssen.
Frau Mittag bedankte sich bei Franz Romer mit einem kleinen Geschenk und der Bitte, im nächsten Jahr seinen Vortrag beim Seniorenverband fortzusetzen.

