Auch Seniorinnen und Senioren zeigen Flagge

Über 4.800 Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes – darunter zahlreiche Seniorinnen und Senioren – haben am 5. Februar 2026 bei einer Demonstration und Protestkundgebung in Stuttgart deutlich sichtbar und lautstark ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, dass die öffentlichen Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde noch kein konkretes, verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben. Bei den aktuell laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder im öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften eine Tariferhöhung von 7%, mindestens aber 300,- Euro gefordert. Die letzte Verhandlungsrunde findet vom 11. bis 13.02.2026 in Potsdam statt.

„Die zweite Verhandlungsrunde hat gezeigt, dass die Arbeitgeber offenbar immer noch nicht verstanden haben, dass es uns mit unseren Forderungen ernst ist. Nach der Demo heute sollte endlich klar sein, dass wir nicht zum Spaß hier sind“, sagte dbb-Vize Andreas Hemsing bei der Kundgebung in Stuttgart. Seine Erwartungshaltung an die dritte Verhandlungsrunde ist klar: „Solange es von Seiten der Arbeitgeber kein angemessenes Angebot gibt, kann es keinen Abschluss geben! Wir fordern sieben Prozent, mindestens 300 Euro.“

Der BBW-Landesvorsitzende Kai Rosenberger unterstrich: „Ob Lehrkräfte, Pflegekräfte oder Polizei – die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind die Grundlage für einen handlungsfähigen Staat. Arbeitgeber, die in den Verhandlungen blockieren, blockieren die Funktionsfähigkeit unseres Landes!“

Rosenberger machte in seiner Rede auch sehr deutlich, dass die von uns erwartete Tariferhöhung 1 : 1 auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger übertragen werden müsse.

Hintergrund: Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.